Wie der Grinch die Kalterer Weihnacht stehlen wollte

… und die Keksln vom Wörndle

 

Es ist wieder mal die Zeit im Jahr, in der die Kinderaugen mit den Lichtern in den Gassen um die Wette leuchten … Die Zeit, in der sich Wattebäusche aus Schnee auf die Straßenlaternen und die Tische der Cafès setzen … Die Zeit, in der feiner Zuckerduft aus den Bäckereien dringt und …

IATZ ISCH OBER AMOLL GENUA MIT DEM UMMERGESCHNULZE DO! Dieses kitschige Gesülze, die fröhlich-grausigen Weihnachts-Tralalas und die grellen Lichterketten, die beim Hinschauen schon weh tun, der eiskalte, nasse Matsch-Schnee und das Allerschlimmste: das klebrig-süße, zimtig-wätschige Weihnachtsgebäck, das aussieht wie kleine, niedliche Sternchen und Tannenbäumchen …. WÄH sog i do lei! WÄH! Und wer’s immer noch nicht verstanden hat:

ICH HASSE WEIHNACHTEN und alles was dazugehört!

Als berühmt-berüchtigter Grinch habe ich mich der unausweichlichen Aufgabe verpflichtet (bitte gerne), das Fest der Liiiiebe *kotz* *würg* zu stehlen – mit allem was dazugehört. Letzte Woche hab ich schon damit angefangen, die Weihnachtsbeleuchtung, die der Elektro Kasal immer mit so viel Hingabe in den Kalterer Gassen aufhängt, wieder abzunehmen, #sorrynotsorry. In meinem Keller unter staubigen, dicken Decken schauen sie viel hübscher aus. Alle lebenden Esel und Josefs der Umgebung hab ich auf ein Boot gesetzt und auf den Kalterer See rausgeschubst – zum Glück war er noch nicht zugefroren! „Krippen-Prävention“ nennt sich das, hahaha! Ah und sämtliche Weihnachts-Playlists auf Spotify hab ich auch schon lahmgelegt und die ersten Weihnachtsgeschenke aus den grottenschlechten Verstecken Zuhause gestohlen – in diesem Jahr bin ich schon sehr früh dran mit meiner Mission, damit’s nicht ausartet. Und damit ich noch Zeit habe für mein diesjähriges Vorhaben: ICH WERDE ALLE WÖRNDLE-WEIHNACHTSKEKSE STEHLEN! Vorbei wird’s sein mit den süßen Düften und den unnötigen Schlemmereien! Muahahaha!!!

 

Es ist der 19. Dezember und ich bin mehr als bereit. Ich schmeiße mich in meinen obligatorischen Weihnachtsmann-Anzug *würgreiz* und nehme einen extra großen Jutesack mit – weil beim Wörndle, sem bocken sie wia die Norretn! Und donn geats los. Zuerst fahre ich nach Auer, dann nach Tramin, nach Bozen – unterwegs knöpfe ich mir noch den Semmelexpress vor (die bringen die Alptraum-Kekse wirklich ÜBERALL hin) und zu guter letzt nach Kaltern. Da nützt auch das Gebettle von der lieben Margit in der Dorffiliale nix, die meint, ich solle den Kunden nicht auch noch die Schlemmereien wegnehmen und ich solle doch an den Sinn des Weihnachtsfests und an die vielen Kinder denken. Geah, geah, geah! Die sollen nur lernen, dass in der Welt ganz ein anderer Wind weht, als feiner Zimtgeruch. Jawohl!

Den Sack vollgepackt mit hunderten, ja tausenden von Vanillekipferln, Zimtsternen, Butterkeksen und wie sie alle heißen, die sündigen Teigtupfer, mache ich mich auf den Heimweg. Die Kekse landen direkt neben den Lichterketten, unter den staubigen Decken im düsteren Keller, hehehe!

 

Mit großer Müh’ schleppe ich den schweren Sack die Kellertreppen hinunter, doch da passiert das Unglück: Ich verfehle die drittletzte Stufe und die Wörndle-Kekse fliegen in hohem Bogen – genau wie ich. Die meisten landen auf dem Kellerboden, einige bleiben auf der Treppe liegen und ein heimtückisches Exemplar landet genau neben meinem Mund. Etwas benommen nehme ich den süßen Teiggeruch wahr. Meine Zunge widersetzt sich meinem Willen und beginnt den Puderzucker vom Keks zu schlecken. Ehe ich mich versehe, verschwindet der herrlich schmeckende Weihnachtskeks in meinem Mund.

 

Ich setze mich auf, mein Kopf dröhnt vom Sturz, meine Geschmacksknospen schlagen Purzelbäume und ein seltsam warmes Gefühl macht sich in mir breit. Und da merke ich, wie ich lächle. WOS? WOS SOLLN DES IATZ? Doch bevor ich es schaffe, wieder einen mürrisch-klaren Gedanken zu fassen, halte ich schon drei weitere Kekse in meinen Händen. Ich verfalle dem Weihnachtskeks-Rausch, den ich bis vor wenigen Minuten noch so verdonnert habe, vertilge alle Plätzchen, die ich erwischen kann und fange an, bitterlich zu weinen. Wegen der Glückshormone, aber auch, weil mir klar wird, was ich den Wörndle-KundInnen da vorenthalte. VERDAMMT SEIST DU, WÖRNDLE! brülle ich und tue etwas, von dem ICH, DER GRINCH, niemals dachte, dass ich es tue: Ich mache mich auf den Weg in die Wörndle Backstube, um Weihnachtskekse zu backen.

 

Und so kam es dazu, dass der grinchlige Weihnachts-Grinch beim Wörndle in der Backstube stand, um dort den Konditor:innen bei der Keksproduktion zu helfen und die Menge nachzuproduzieren, die er zuvor gestohlen hatte. Ja, am Ende wurde er doch noch eines Besseren belehrt: Er merkte, wie gut die Weihnachtskekse vom Wörndle schmecken und wie schön es war, weihnachtliche Gefühle zu hegen. Draußen schneite es, Freude und Liebe herrschten in den ….

BASTA IATZ! MADOIA, ÜBERTREIBN MIASS MORS A WIEDER NET!

Okay, okay. Also dann: Merry (NI)X-mas! 😉

 

*Anmerkung der Redaktion: Für diese Story wurden keine unschuldigen Weihnachtslichter, Esel oder Josefs gestohlen, beschädigt oder ausgesetzt.

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